Gemeinsamkeiten Hund und Mensch- Gibt es die??

Photo by Tamara Bellis on Unsplash

Ein großes JAAAAAAA!

Bevor ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe, glaubte ich selbst nicht daran, dass wir so viele Gemeinsamkeiten mit unserem Hund haben.

Aber es gibt sie : Äußerlich vielleicht nicht so sehr:-) Aber innerlich – also was physische und psychische Prozesse betrifft – sehr viel!

Möglicherweise ist dies auch das „Geheimnis“ der wunderbaren Beziehung zwischen Mensch und Hund: Dieses vertraute und bedingungslose aufeinander Einlassen. Eine Art gefühlte Seelenverwandtschaft.

Um aus der Sicht des Hundes einmal zu sprechen, vermittelt er uns -eine vielleicht etwas verloren gegangene – Lebensfreude, bedingungslose Liebe und er gibt uns Struktur(wenn wir die in unserem Alltag einmal verloren haben sollten).

Photo by Tamara Bellis on Unsplash

Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Hund – hier 7 elementare Highlights:

  1. Sozialverhalten : Mensch und Hund sind soziale Wesen. Wir suchen Kontakt zu anderen , sind um Anerkennung bemüht und fühlen uns in Isolation nicht wohl. Bindung ist eine elementare Notwendigkeit.
  2. Lernverhalten: Wir lernen beide im Schlaf- das Erlernte wird verarbeitet und ins Langzeitgedächtnis übernommen. Hunde lernen im Spiel sehr gut, was wir bei Kindern ebenfalls beobachten können. Das Spiel fördert soziale Stabilität und das Spiel zwischen Mensch und Hund fördert die Bindung.
  3. Kampf-und Fluchtverhalten: Auch als Menschen, die wir doch schon lange nicht mehr in Höhlen wohnen, haben auch wir immer noch dieses Verhalten und entscheiden innerhalb von Sekunden,ob unser Gegenüber und/oder ein Ereignis Gefahr auf uns auswirkt.
  4. Schmerzempfinden: Hunde können genau so ein „Schmerzgedächtnis“ entwickeln, wie wir Menschen, wenn der Schmerz nicht rechtzeitig erkannt und nicht entsprechend behandelt wird.
  5. Gefühle: Wie soeben benannt, empfinden Hunde nicht nur Schmerzen,wie wir,sondern auch Trauer und Zuneigung. Hunde lesen sogar in unseren Gesichtern den Gefühlszustand ab.
  6. Bedürfnisentwicklung: Natürlich stehen Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Schlaf an erster Stelle, aber auch das Bedürfnis nach Lernen/Arbeiten, Integration in einem Verbund, Kommunikation und auch das Spiel! Spiel baut Streß und Anspannung ab, ähnlich bei uns Menschen durch Sport.
  7. Routinen geben Sicherheit: Nicht nur für den Hund, sondern auch für uns Menschen.Deshalb tun wir uns häufig so schwer in neuen Dingen. Unser Kopf schaltet hier schnell den Alarmknopf ein und der Körper reagiert entsprechend. Die gleiche Vorgehensweise gibt es beim Hund.
Photo by Daniel Mikaelson on Unsplash

Hierzu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen:

Als ich meinen Hund schon einige Zeit bei mir hatte, haben sich meine Arbeitszeiten geändert. Ich machte mir große Sorgen, wie Luke damit zurecht kommen sollte, da ich ihn damit möglicherweise aus seiner Routine – und damit seiner Sicherheit – brachte.

Ich hatte nicht nur andere Arbeitszeiten am Tag, sondern diese änderten sich auch wöchentlich.

Zunächst einmal : Was sind Routinen?

Routinen sind ein strukturierter Ablauf – meist immer in der gleichen Abfolge, um einen Prozeß/Handlung zu vervollständigen. Wir kennen das von der Arbeit, wo wir bestimmte Arbeitsprozesse immer nach dem gleichen Prinzip erledigen. Oft gibt es hier ganze Checklisten, die es abzuarbeiten gilt, um eine Arbeitsaufgabe vollständig zu machen.

Oder morgens. Aufstehen- Bad – Kaffee:-) Und da sollte möglichst nichts dazwischen kommen:-)

Zurück zum Hund: Ich habe ganz einfach die gleiche Routine, die ich immer angewendet habe,wenn ich das Haus verlasse, auch benutzt, als ich unterschiedliche Arbeitszeiten hatte. Und was passierte??

Nichts. Luke hat die Routine genau so angenommen, wie vorher. Er war darauf konditioniert: O.K. – Frauchen verteilt die Leckerlis und Spielsachen in der Wohnung- bedeutet für mich, sie geht aus dem Haus und kommt nach einiger Zeit wieder.

Und so hat sich meine Besorgnis schnell in Luft aufgelöst.

Routinen entwickeln sich in einer zeitlichen Dauer von ca.2 Monaten . Es ist also wie eine Art Training, für Mensch , wie für Hund, um sich neue Fertigkeiten anzueignen.

Ich würde sogar behaupten , es dauert länger , denn auch die „Angewohnheit“, die wir durch die neue Routine ersetzen wollen, hatte eine gewisse (Lebens)Zeitdauer.

Ich ende für heute mit einem Zitat von Oliver Jobes :

„Hunde sind wie Bücher, man muß nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.“

Be balanced!

Was ist deine Routine mit deinem Hund?

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